Otto



(Drei Fotos) Gestern sind wir, zum zweiten Mal, in die umbrischen Berge im Osten Perugias gefahren. Dort betreibt Lia ein refugio per cani. Beim ersten Besuch hatte sich einer der über hundert Hunde, die sie dort beherbergt, auf uns gestürzt. Dort hieß er "Olmo".

 Uns klingt das zu sehr nach "Wickie und die starken Männer". Gab es da nicht einen "Olmo"? Oder hieß der "Ulme"? Macht auch nichts, denn "Olmo" ist Italienisch für "Ulme". Wir nennen ihn "Otto", Kurzform für "Ottavio", weil es Frau Anders achter Hund ist und weil so die beiden "O"s erhalten bleiben.

Momentan ist es aber noch zu früh, darüber zu urteilen, ob es ihm bei uns überhaupt gefällt. Nach fünf Jahren in einem großen Rudel findet er es bei uns wohl etwas langweilig. Shani und Billy ignorieren ihn weitgehend und so überwacht er jeden Schritt und Tritt der beiden Menschen.

Wenn nichts passiert - und aus Hundeperspektive geschieht hier oft nichts - zieht er sich auf seine Matratze zurück. Aber manchmal entfährt ihm ein leises Winseln, glücklich ist er also nicht. Aber warten wir einmal ab, noch sind keine 24 Stunden vergangen.

Für die Rassisten unter den Lesenden: Keine Ahnung. Unser Verdacht ist eine Mischung aus Staffordshire oder ähnliches Bull-Terrier-Erbgut und dazu vielleicht eine Prise Labrador oder aber Rottweiler. Er ist auf jeden Fall breit und kräftig gebaut, wiegt wohl an die 45 Kilogramm, sein Fell ist kurz und riecht nach Tierheim. Mundgeruch hat er keinen - gut so, denn am liebsten hat er es Nase an Nase.